Bildungsexperten wollen die Hochschulen für neue Studentengruppen öffnen. Damit ist die Hoffnung verbunden, den Fachkräftebedarf besser decken zu können. Als ein wichtiges Instrument zur Öffnung der Hochschulen wird die Anrechnung beruflicher Kompetenzen auf ein Studium angesehen. Das soll ein wichtiger Baustein für die Verbindung von beruflicher und akademischer Bildung werden, erklärte ein Vertreter der Kultusministerkonferenz auf einer kürzlich in Bonn veranstalteten Tagung zum Thema Weiterbildung an Hochschulen. Bereits heute verfügten etwa 20 Prozent aller Studienanfänger über Berufserfahrung. Die Nachfrage nach Anrechnung beruflicher Kompetenzen werde daher zunehmen, zeigte sich eine Vertreterin der Hochschul-Informations-System GmbH überzeugt. In Zukunft werde es normal sein, zu unterschiedlichen Zeitpunkten der Berufsbiographie zu studieren. Es gebe relativ viele gut qualifizierte Beschäftigte in hohen Positionen, die einen dringenden Bedarf an Weiterqualifizierung haben. Für diese Zielgruppen müssen die Hochschulen passende Programme für ein berufsbegleitendes Studium oder ein Teilzeitstudium entwickeln. (az)
 
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