Ausbildung

Berufsschullehrer fehlen

Der demografische Wandel schreitet voran. Davon ist auch der Bildungssektor betroffen. Der Bundesverband Landwirtschaftliche Fachbildung (vlf) erwartet jetzt mehr Anstregungen, um den erwarteten erheblichen Bedarf an Berufsschullehrern zu decken. Die Aus- und Weiterbildung müsse forciert und für den Beruf müsse geworben werden, heißt es im Rahmen der kürzlich in Bad Kreuznach stattgefundenen Jahrestagung. 

Ruhestandswelle der Baby-Boomer

In den kommenden Jahren werden nach Einschätzung des vlf außerordentlich viele gut ausgebildete Berufsschullehrer gesucht, da viele Lehrkräfte in den Ruhestand gehen. Laut des DBV-Bildungsexperten Martin Lambers wird es ab 2020 eine massive Ruhestandswelle der sogenannten Baby-Boomer geben. Die ganze Agrarverwaltung, aber auch die Berufs, Fach- und Hochschulen seien von diesem Problem betroffen.

Konkret fordert der vlf, bereits bei der Berufsorientierung gezielt über Einstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten als Berufsschullehrer zu informieren. Darüber hinaus spricht sich der vlf dafür aus, angehende Berufsschullehrer über ein eng verzahntes Fach- und Pädagogikstudium zu qualifizieren. Auch ein mindestens einjähriges berufliches Praktikum wird gefordert. Bei der Personalauswahl sollte laut vfl auch der Einsatz geeigneter Personen aus der betrieblichen Praxis ermöglicht werden. Der Verband bietet sich bei der Vermittlung an. (kbo)
stats