Grüne Berufe

Berufswettbewerb startet bald

Beim Entscheid auf Kreisebene am 7. Februar 2017 werden circa 2.000 junge bayerische Nachwuchskräfte im Alter von 16 bis 35 Jahre zeigen, wie weit sie bereits in ihrer Ausbildung in der Land-, Forst- und Hauswirtschaft sowie dem Weinbau gekommen sind. Damit gehören sie zu den rund 10.000 Auszubildenden der Grünen Berufe aus ganz Deutschland, die an diesem Tag ihre fachlichen Fertigkeiten und ihr handwerkliches Geschick unter Beweis stellen. Der offizielle Startschuss für die bayerischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer fällt an der Berufsschule München-Land in Riem, die bundesweite Auftaktveranstaltung findet in Güstrow, Mecklenburg-Vorpommern statt.

Träger des Berufswettbewerbs
Der Deutsche Bauernverband mit seinen Landesbauernverbänden, der Bund der Deutschen Landjugend mit seinen Landeslandjugendverbände, der Deutsche LandFrauenverband und die Schorlemer Stiftung stehen hinter dem Wettbewerb. Schirmherr ist Bundesminister Christian Schmidt. In Bayern wird der Berufswettbewerb vom Berufsbildungswerk des Bayerischen Bauernverbandes durchgeführt, unterstützt von der bayerischen Landwirtschaftsverwaltung und den berufsbildenden Schulen. Vor Ort unterstützen Sponsoren den Berufswettbewerb.
„Gerade aber auch persönliche Fähigkeiten, wie zum Beispiel eine gute Allgemeinbildung, Sozialkompetenz, Selbstbewusstsein und Verantwortungsbewusstsein sind wesentliche Faktoren in der Ausbildung, die für die zukünftigen Betriebsleiter unverzichtbar sind“, hebt Bauernpräsident Walter Heidl hervor. Neben der Qualität der Ausbildung in den Grünen Berufen soll der Berufswettbewerb auch deutlich machen, wie vielfältig diese Berufe sind und wieviel Potenzial in ihnen steckt.

Hohe Anforderungen in Theorie und Praxis

Nichts geht ohne ein gutes, breit gefächertes Allgemeinwissen: So stehen entsprechend dem Ausbildungszweig u. a. Fragen aus den Bereichen Geographie und Gesellschaft, Politik und Kultur, zu Biologie und Chemie, zu Pflanzennährstoffen und Bodenarten, zur Tierhaltung, Aufforstungsmaßnahmen oder unterschiedlichen Ernährungsweisen am Beginn des Kreisentscheides. Im Anschluss folgen berufstheoretische Fragen und Berechnungen. Sicheres Auftreten und rhetorische Fähigkeiten werden bei der mündlichen Präsentation verlangt, in der zum Beispiel der eigene Ausbildungs- bzw. Praktikumsbetrieb, das Medium WhatsApp, die Waldfunktionen oder professionelle Hygienemaßnahmen bei der Speisenzubereitung erläutert werden sollen.

Ein besonderes Gewicht haben die praktischen Aufgaben. Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Sparte Landwirtschaft heißt das etwa, Futtermittel und Saatgut zu bestimmen und einen Stiefelknecht anzufertigen. Bei den Aufgaben für die Junglandwirte, die sich bereits in der Fortbildung befinden, geht es etwa um das Erstellen einer Ackerschlagdatei und die Überprüfung der Betriebssicherheit eines Schleppers mit Anbaugerät. Die Zubereitung verschiedener Aufstriche und Dips sind in der Sparte Hauswirtschaft gefordert. Die angehenden Forstwirte haben beispielsweise die Aufgabe, eine Motorsägenkette zu wechseln und Schäden, Holzarten, Bäume, Sträucher und geschützte Pflanzen zu erkennen und benennen. Bei den Jungwinzern geht es darum, eine Fassprobe durchzuführen und Weine sensorisch beim Triangeltest zu vergleichen.

Bezirksentscheide und Landesentscheid

Die jeweils Besten auf Kreisebene treffen sich am 23. März 2017 zum nächsthöheren Entscheid auf Bezirksebene. Weiter geht es für die Siegerinnen und Sieger der Bezirke mit dem Landesentscheid am 19. und 20. April 2017 am Spitalhof, Lehr-, Versuchs- und Fachzentrum für Milchviehhaltung, Grünland und Bergwirtschaft in Kempten. Wer zu den Bundessiegerinnen und -siegern des Berufswettbewerbs 2017 gehört, entscheidet sich vom 12. bis 16. Juni 2017 beim Bundesentscheid. Dazu fahren die Siegerinnen und Sieger aller Bundesländer nach Güstrow, Mecklenburg-Vorpommern. (mrs)
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