Das von Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten der Länder vereinbarte Gipfeltreffen zur Bildungspolitik endet ohne greifbares Resultat. Zehn Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) sollten die Investitionen in Bildung und Forschung bis zum Jahr 2015 betragen. So lautete das von der Regierung vorgegebene Ziel. Bildungspolitik liegt aber in der Hoheit der Länder. Und die bekräftigten gestern, dass sie angesichts der angespannten Haushaltslage keinen Spielraum für Mehrausgaben sehen.
 
Der Bund erklärte sich zwar bereit, 40 Prozent der Kosten zu tragen. Doch die Ministerpräsidenten fordern einen größeren Anteil an der Gesamtsumme und die Verschiebung des Zieldatums. Deutschland gibt aktuell rund 8,6 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP) für Bildung und Forschung aus. (az)
 
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