Die Bundesregierung will mehr Geld in die Bildung stecken. 10 Prozent des Bruttoinlandsprodukts wollen Bund, Länder und Kommunen bis 2015 in Bildung und Forschung stecken. Dieses Ziel haben sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder am Mittwoch in Berlin während des Bildungsgipfels gesteckt. 2015 sollen insgesamt 282 Mrd. € investiert werden.

Bei Berechnung der anstehenden Ausgaben sei eine Lücke von rund 13 Mrd. € absehbar. 40 Prozent davon wolle der Bund übernehmen und somit vier Mal mehr als geplant. Bis Mitte Juni 2010 soll geklärt werden, wie die Finanzierungslücke geschlossen werden kann. Das Deutsche Studentenwerk (DWS) zeigt sich in einer Mitteilung enttäuscht vom Bildungsgipfel. Denn bis Juni 2010 würde noch vieles unklar bleiben und die Studenten würden damit erneut vertröstet werden. Die Bundesregierung reagierte mit dem Bildungsgipfel auf die andauernden Streiks an den deutschen Hochschulen. (ir)
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