Bioökonomierat legt Forschungsfelder fest

Die Zucht neuer Nutzpflanzen und -tiere, die Entwicklung effizienterer Anbautechnologien, die Verringerung von Ernteverlusten und ein nachhaltigerer Umgang mit Boden sollen die Schwerpunkte der wissenschaftlichen Arbeit werden. Dies sieht der 2009 gegründete Bioökonomierat in seiner kürzlich in Brüssel vorgestellten Forschungsstrategie vor. Deutschland solle in der Bioökonomie eine Vorreiterrolle einnehmen, erklärte der Vorsitzende des Bioökonomierates, Reinhard Hüttl. Das könne auch auf europäischer Ebene richtungsweisend sein. Die Bundesregierung hat im vergangenen Jahr auf Empfehlung des Bioökonomierats eine „Nationale Forschungsstrategie Bioökonomie 2030“ aufgelegt. Die bisher bereitgestellten Forschungsgelder in Höhe von 2,4 Mrd. € zielen auf die Nutzung von Pflanzen, Tieren und Mikroorganismen ab, bei der die Biotechnologie eine Schlüsselrolle spielt. Dem Bioökonomierat, einem Beratungsgremium der Bundesregierung, gehören Wissenschaftler aus Universitäten und Bundesforschungsinstituten sowie Vertreter aus Saatzucht- und Chemieunternehmen und dem Deutschen Bauernverband an. (kbo)
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