Bodenexperten sollen besser zusammenarbeiten

Stark zersplittert ist die Forschung zur Boden- und Landnutzung, meint die deutsche Akademie der Technikwissenschaften (Acatech) in Berlin. Eine zentrale Stelle könnte für mehr Struktur sorgen.

Auch sieben Jahre nach Anraten des Wissenschaftsrates zur Agrarforschung sei eine Strukturierung noch immer nicht gelungen, kritisiert Acatech-Präsident Prof. Reinhard F. J. Hüttl. Dabei sei eine Bündelung der „exzellent" aufgestellten Forschung dringend notwendig.

Sorgen bereitet, dass die endliche Ressource aufgebraucht sein könnte, bevor übergreifende Konzepte vorliegen. Denn die Anforderungen an den Boden würden schneller steigen als das Wissen über dessen nachhaltige Nutzung.

Zitiert wird in diesem Zusammenhang eine Zusammenstellung der Fördergemeinschaft Nachhaltige Landwirtschaft, derzufolge weltweit 1990 noch 0,25 ha Ackerland pro Kopf zu Ernährungszwecken zur Verfügung standen. 2025 würden es nur noch 0,15 ha sein.

Hüttl ist sich sicher, dass alle Akteure in der Lage seien, sich gemeinsam auf Forschungsschwerpunkte zu verständigen. Dazu müsste es allerdings eine zentrale Anlaufstelle zur Koordinierung geben. (kbo)
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