Forschungsnetzwerk

Bündelung von Agrar und Wirtschaft

Die Universität Hohenheim ordnet ihre Forschungslandschaft neu. Das Zentrum für Bioökonomie unterstützt und vernetzt die Aktivitäten der Forscher, die Lösungen zu Problemen wie Ressourcenknappheit, der Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung sowie der Umweltverschmutzung suchen.
Aufgabenschwerpunkt Bioökonomie
  • Mitarbeit im Strategiekreis Bioökonomie des    Landes Baden-Württemberg
  • sowie im Landesforschungsprogramm Bioökonomie
  • Beratung der Bundesregierung im Nationalen Bioökonomie-Rat
  • Ausbildung im internationalen Master-Studiengang Bioeconomy
  • Koordination des globalen Forschungsnetzwerkes Bio-based Economy (Becy)
  • Ausrichtung des ersten Bioökonomie-Kongresses für das Land Baden-Württemberg
Das Zentrum bündelt Forschung aus Natur-, Agrar- und Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Außerdem ist ein Forschungszentrum für Globale Ernährungssicherung und Ökosystemforschung sowie ein Forschungszentrum für Gesundheitswissenschaften geplant.

„Ein besonderer Akzent der Bioökonomie ist die interdisziplinäre Vernetzung. Wir wollen zeigen, dass Bioökonomie ein Dach für sehr viele unterschiedliche Forschungsansätze der Universität Hohenheim bieten kann.“ So beschreibt Geschäftsführerin Susanne Braun den Leitgedanken des neuen Forschungszentrums.

Ihr Ziel: „Gemeinsame Forschungsanträge aus allen drei Fakultäten auf den Weg zu bringen“. Den Wissenschaftlern bietet das Zentrum eine „kompetente Beratung beim Verfassen von Forschungsanträgen“ und ein „breites Netzwerk von internationalen Partnern aus Wissenschaft, Industrie, Verbänden und internationalen Organisationen sowie gute Kontakte zu den Geldgebern“. Denn der Konkurrenzdruck habe in den letzten Jahren stark zugenommen, erklärt Braun. Fachliche Kompetenz und gute Ideen allein reichten längst nicht mehr aus, um bei Ausschreibungen zu überzeugen.

„Unsere bisherige Struktur war zu stark zersplittert. Wir wollen die wissenschaftlichen Zentren effizienter machen: mit zusätzlichen Ressourcen, einer schlanken Organisationsstruktur und teilweise auch neuen Schwerpunkten, die zur aktuellen Ausrichtung der Universität Hohenheim passen“, ergänzt Rektor Prof. Stephan Dabbert.

Bislang unterhielt die Universität Hohenheim neun wissenschaftliche Zentren, die sich zum Teil auch in der Lehre oder der Studienmobilität engagierten. „Mit der Reform wollen wir auch diese Aufgaben klarer trennen. Die Forschungszentren sollen sich ausschließlich darauf konzentrieren große, fakultätsübergreifende Forschungsprojekte zu akquirieren. Andere Aufgaben gehen an andere Einrichtungen über.“

Um diese Ziele zu verfolgen haben die neuen Forschungszentren die Aufgabe, Verbundanträge zu unterstützen, zu stellen und zu koordinieren. Weiterhin wirken sie aktiv in nationalen und internationalen Netzwerken mit und pflegen und erweitern die Zusammenarbeit. (has)
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