Eine Initiative aus Hamburg hat heute die Mehrheit in der Länderkammer gefunden. Nach dem Gesetzentwurf soll ein Teil der Aufsichtsräte in einem Unternehmen von Frauen besetzt werden.

Der Entwurf wurde in dem Gremium angenommen, da neben der SPD, den Grünen und der Linken auch die beiden CDU-Regierungschefs Annegret Kramp-Karrenbauer aus dem Saarland und Reiner Haseloff aus Sachsen-Anhalt dafür gestimmt hatten. 

Eine gesetzlich festgelegte Frauenquote soll in zwei Stufen erfolgen. Ab Januar 2018 soll die Quote zunächst 20 Prozent betragen, ab Januar 2023 sollen 40 Prozent aller Aufsichtsratsposten an Frauen vergeben werden. Im nächsten Schritt muss der Bundestag den Entwurf behandeln. 

Auch in der EU wird über eine Frauenquote diskutiert. Justizkommissarin Viviane Reding will verbindlich vorschreiben, dass Aufsichtsräte von Unternehmen bis 2020 mindestens zu 30 Prozent von Frauen besetzt werden sollen. Allerdings haben neun Staaten gegen die Gesetzesinitiative ein Veto eingelegt. (hed)
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