Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) will ein neues Forschungsfeld "Digitale Hochschullehre" etablieren. Denn für die meisten Studenten sei der Umgang mit digitalen Medien heute zwar alltäglich, weil sie mit Internet und Smartphone aufgewachsen seien. Für die Hochschulen hingegen seien die neuen Lern- und Lehr-Möglichkeiten, die mit der Digitalisierung entstünden, Neuland. Dass sie bereits mit neuen Formaten experimentierten oder digital unterstützte Prüfungen oder Online-Seminare erprobten, wolle das BMBF mithilfe des neuen Forschungsfelds unterstützen. 

"Wir wollen die erfolgversprechenden Wege für den Einsatz neuer Medien an Hochschulen finden und nutzen. Als Grundlage für eine konstruktive Diskussion über Chancen und Grenzen von digitalisierter Lehre brauchen wir wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse", sagte Bundesforschungsministerin Johanna Wanka.

Im Fokus der neuen Forschungsförderung stehen Lehr- und Lernformate, die bereits an Hochschulen realisiert werden. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Nutzen technischer Neuentwicklungen aus anderen gesellschaftlichen Bereichen für die Hochschullehre. Es sollen empirisch ausgerichtete wissenschaftliche Analysen und Studien gefördert werden. Für die Förderung entsprechender Forschungsprojekte stellt das BMBF 10 Mio. € zur Verfügung. (az)
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