Dass sich sowohl das Wetter als auch politische Entscheidungen auf landwirtschaftliche Erträge auswirken, ist bekannt. Rund 300 Wissenschaftler aus 47 Nationen trafen sich nun vor Kurzem auf Einladung des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung (Zalf) in Berlin, um mithilfe von Computermodellen die Folgen solcher Einflüsse besser abschätzen zu können. 

Es gebe enorme Fortschritte bei den Informationstechnologien, erklärt Professor Frank Ewert, Wissenschaftlicher Direktor des Zalf. Als Beispiel nennt er Modellierungsplattformen als einen relativ neuen Weg, die Vielzahl von Modellen und Daten zu verbinden. Im Bereich der Klimafolgenforschung sei es besonders wichtig, zu verstehen, welche Auswirkungen mögliche Klimaveränderungen hätten und wie die Landwirtschaft angepasst werden könnte. Professor Martin Kropff, Generaldirektor des International Maize and Wheat Improvement Center, das sich weltweit für den Mais- und Weizenanbau durch die Entwicklung verbesserten Saatguts und verbesserter Anbaupraktiken einsetzt, lobte die Simulationsmodelle. Sie seien ein wichtiges Werkzeug für die Ableitung von Züchtungszielen und Anbaupraktiken als Anpassung an den Klimawandel. 

Weitere Themen des Symposiums waren Ansätze, die Ertragsmodellierung mit der Genetik zu verknüpfen. Darüber hinaus ging es um die verbesserte Modellierung der Beziehungen zwischen Pflanzenproduktion, Ressourcennutzung sowie Wasser- und Nährstoffzyklen. (az)
stats