Um rund 10 Prozent ist im vergangenen Jahr die Zahl der Schulabsolventen mit Hochschul- oder Fachhochschulreife gestiegen. Das liegt vor allem an den doppelten Abiturjahrgängen. Etwas mehr als 500.000 Schülerinnen und Schüler haben in Deutschland die Hochschul- oder Fachhochschulreife erworben. Das sind etwa 50.000 Absolventen mehr als im Jahr 2010, teilt das Statistische Bundesamt mit. Der Anstieg liegt vor allem in den doppelten Abiturjahrgängen in Bayern und Niedersachsen begründet.

In den Ländern ohne doppelte Entlassungsjahrgänge verlief die Entwicklung auch im Jahr 2011 wieder sehr unterschiedlich: In fast allen alten Bundesländern stieg die Zahl der Absolventen mit Hochschul- oder Fachhochschulreife an. In den neuen Ländern einschließlich Berlin sank hingegen erneut die Zahl der Studienberechtigten. Im Jahr 2011 betrug der Rückgang etwa 13 Prozent, 2010 waren es sogar noch 20 Prozent. Von der negativen Entwicklung sind die Länder Brandenburg und Thüringen am stärksten betroffen. Ursache ist die demografische Entwicklung in Ostdeutschland. Dort ging 2011 die Anzahl der Jugendlichen im Alter von 18 bis unter 21 Jahren im Vergleich zum Vorjahr um fast 17 Prozent zurück. (az)
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