Das neue Zentrum zum Schutz von Versuchstieren ist am Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) beheimatet. Dort werden künftig alle Aktivitäten koordiniert, die helfen sollen, Tierversuche auf das unerlässliche Maß zu beschränken und Versuchstieren den bestmöglichen Schutz zu gewährleisten. „Die Gründung des Zentrums ermöglicht uns, unser bestehendes Engagement in diesem wichtigen Bereich zu intensivieren und Versuchstiere in Deutschland und Europa zukünftig noch besser vor unnötigen Schmerzen, Leid oder gesundheitlichen Schäden zu schützen“, so Prof. Andreas Hensel, Präsident des BfR. In diesem Jahr erhält das Zentrum für die technische Erstausstattung 6 Mio. €. Jährlich stehen zudem finanzielle Mittel in Höhe von etwa 1,5 Mio. € zur Verfügung.

Im Rahmen der Veranstaltung verleiht Bundesminister Schmidt auch den 34. Tierschutzforschungspreis. Der vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) aktuell mit 15.000 Euro dotierte Preis geht in diesem Jahr an Prof. Marcel Leist und seine Arbeitsgruppe von der Universität Konstanz. Prof. Leist untersucht, wie mit der Hilfe von in-vitro Zellkulturen aus Nervenzellen die Interaktionen im Gehirn nachgestellt werden können. Durch seine Ergebnisse könnte in den nächsten zehn Jahren auf bis zu 100.000 Versuchstiere bei der Erforschung von Krankheiten wie Parkinson, Epilepsie und Alzheimer verzichtet werden. (atm)
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