Die Universität Hohenheim plant mehrere Promotionskollegs mit Fachhochschulen. Die Agrar-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sollen mit den Fachhochschulen Nürtingen und Rottenburg zusammenarbeiten, teilt die Universität mit. Während einer Veranstaltung an der Universität Hohenheim plädierte der dortige Rektor Prof. Hans-Peter-Liebig dafür, auch für Absolventen, die nicht an einer Universität studiert haben, eine Promotion zugänglicher zu machen. In Zukunft ist es seiner Meinung nach notwendig, darüber nachzudenken, wem das Promotionsrecht zustehe.

Wissenschaftsminister Dr. Peter Frankenberg betonte während der Diskussion, dass Deutschland mehr Doktoranden und mehr Angebote für Graduierte brauche. Er sieht einen Vorteil in Graduiertenkollegs, da die Promovierenden besser in die Fakultät eingebunden werden. Von der Idee, dass nicht mehr nur Universitäten die Promotion verleihen dürfen, zeigten sich nicht alle begeistert. Gegner wollen dieses Alleinstellungsmerkmal der Universitäten nicht aufgeben. (az)
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