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Für das Projekt Prograss erhält die Universität Kassel Drittmittel in Höhe von 1,6 Mio. €. Erforscht werden soll die wirtschaftliche und ökologische Nutzung von Grünlandschnitt von Naturschutzflächen für die Gewinnung von Bioenergie. Prof. Michael Wachendorf, Fachgebiet Nachwachsende Rohstoffe an der Universität Kassel, hat zusammen mit dem EU-Referat der Universität die Gelder eingeworben. Im Rahmen des Projekts Prograss, soll innerhalb von dreieinhalb Jahren ein mobiles Pilotsystem zur Wandlung von Biomasse zu Festbrennstoff erprobt werden. Das Pilotsystem wird in den Modellregionen Estland, England und Deutschland eingesetzt, teilt die Universität Kassel weiter mit. Zeitgleich sollen die technischen Umsetzungsmöglichkeiten erforscht und kontrolliert werden. Im Mittelpunkt stehe dabei die Zukunftsfähigkeit der wirtschaftlichen und sozioökonomischen Faktoren in den Regionen und die Übertragbarkeit auf andere Regionen. Es soll ein Verfahren eingesetzt und weiterentwickelt werden, das bis zu 70 Prozent der in der Biomasse enthaltenen Energie nutzen kann. In Deutschland, England und Estland würden grundsätzlich insgesamt 5,3 Mio. ha für die Biomasse- und Bioenergieproduktion zur Verfügung stehen. Jedoch weisen die Grünlandschnitte unterschiedliche Zusammensetzungen und Qualitäten auf.

Partner des EU-weiten Forschungsprojektes sind die Universität Bonn, die estnische University of Life Science, das Institute of Grassland and Environmental Research in Wales, der Landkreis Vogelsberg, Industrie- und Umsetzungspartner aus Deutschland und Österreich wie etwa die Viessmann Werke GmbH & Co. KG in Allendorf/Eder sowie das Hessische Umweltministerium. (ED)

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