Ein europaweiter Aktionsplan soll den Schritt in die Selbstständigkeit erleichtern. Zugang zu Kapital wird vereinfacht.

In Deutschland gaben bei der jüngsten Umfrage im Auftrag der EU-Kommission nur 29 Prozent der Befragten an, sie wären lieber ihr eigener Chef als angestellt. Das liegt deutlich unter dem EU-Durchschnitt von 37 Prozent. 

Die EU-Kommission will nun mit einem Aktionsplan europaweit das Interesse an einer Unternehmensgründung erhöhen. In diesem Zusammenhang soll der Zugang zu Kapital erleichtert, die Beratungsleistung aus- und Bürokratie abgebaut werden. Außerdem ist geplant Betriebsübertragungen und ein Neustart nach einer unverschuldeten Insolvenz zu vereinfachen.

Ein weiterer Baustein ist die verstärkte Vermittlung von Schlüsselkompetenzen zum Schritt in die Selbstständigkeit in Schulen, Hochschulen und bei der Berufsausbildung. Der EU-Kommissar für Industrie und Unternehmer, Antonio Tajani, sieht auch noch viel Potenzial bei Frauen. 

Durch Firmengründungen entstünden in der EU jährlich rund vier Millionen Arbeitsplätze, besonders in kleinen und mittleren Unternehmen, so Tajani. In Deutschland sind übrigens für viele Menschen die Regelungen zur Renten- und Sozialversicherung ein entscheidendes Argument für eine Arbeit als Angestellter. (az)
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