Eine neue Strategie soll Europa mehr und bessere Hochschulabsolventen bescheren. Die EU-Kommission will dafür mehr Geld ausgeben. Nach Ansicht von EU-Bildungskommissarin Androulla Vassiliou haben immer noch zu viele Absolventen europäischer Hochschulen Schwierigkeiten, einen Arbeitsplatz oder eine anspruchsvolle Beschäftigung zu finden. Die Hochschulbildung sei nicht leistungsfähig genug. Um das zu verbessern, fordert Vassiliou eine erhebliche Steigerung des Budgets für Bildung und Forschung innerhalb des EU-Finanzrahmens für 2014 bis 2020.

Ziel ist es, die Zahl der Hochschulabsolventen von jetzt etwas mehr als 33 Prozent bis 2020 auf 40 Prozent zu erhöhen. Außerdem soll über ein „mehrdimensionales Hochschulranking" die Vergleichbarkeit der Studiengänge innerhalb Europas erhöht werden. Veränderungen beim Erasmus-Programm sollen darüber hinaus die Finanzierung eines Auslandsstudiums erleichterten. Vor dem Hintergrund, dass „Europas Wettbewerber - und insbesondere aufstrebende Volkswirtschaften" immer mehr in ihre Hochschuldbildung investierten, sieht die Kommission die Reform der Bildung als eine wesentliche Aufgabe an. (az)
stats