Der Deutsche Rohstoffeffizienz-Preis 2012 geht an ein Forschungsteam, das Phosphor aus Asche gewinnt. Der Bundeswirtschaftsminister überreichte kürzlich den mit 10.000 € dotierten Preis.

Ziel des Projektes „Phosphor-Pflanzendünger aus Asche" war es, neue Quellen für den zunehmend knapper werdenden Rohstoff zu gewinnen. Dem Team aus Wissenschaftlern des Lehrstuhls für Pflanzenernährung der TU München, der Landwirtschaftlich-Gärtnerischen Fakultät der HU Berlin, der TH Mittelhessen, des Instituts für Technische Chemie der TU Bergakademie Freiberg sowie der Firma Recophos Consult GmbH, Jävenitz, ist es gelungen Phosphor aus der Asche von Klärschlamm zu gewinnen.

Dazu wurde ein Verfahren entwickelt, mit dem sich 98 Prozent des im Klärschlamm enthaltenen Phosphors für die Pflanze nutzbar machen lassen. Das Ergebnis ist ein wasserlösliches und schadstoffarmens Granulat mit einem Phosphatanteil von 38 Prozent, das sich als Dünger einsetzen lässt. Schätzungen zufolge könnten in wenigen Jahrzehnten die natürlichen Phosphor-Vorkommen versiegen.

Der Deutsche Rohstoffeffizienz-Preis zeichnet einmal im Jahr herausragende Unternehmensbeispiele für rohstoff- und materialeffiziente Produkte, Prozesse oder Dienstleistungen und anwendungsorientierte Forschungsergebnisse aus. (az)
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