Neben der anaeroben Vergärung lässt sich auch über die Vergasung von Biomasse Energie gewinnen. Die Methode hat den Vorteil, dass zusätzlich die Ligninfraktion aufgeschlossen wird. Mehr Energie steht zur Verfügung. Die Technik ist allerdings bisher nicht wirtschaftlich einsetzbar.

Um die Energiegewinnung effizienter zu gestalten, soll jetzt ein Teerreformer und eine Anlage zur Gasaufbereitung in europäischen Gemeinschaftsprojekten entstehen. Daran beteiligt sind die TU Berlin und die Schmack Carbotech GmbH, ein Unternehmen der Viessmann Gruppe. Die TU Berlin wird ein Online-Verfahren entwickeln, das mittels Fluoreszenzspektrometrie den Teergehalt misst. Über eine Rückkopplungsschleife an das Betriebssystem erhält der Teerreformer Anweisungen.

Carbotech will die Druckwechseladsorption, die sich schon in Biogasanlagen bewährt hat, nutzen. Ziel ist es, die Methode an die thermochemische Vergasung anzupassen, damit das erzeugte Synthesegas aufbereitet werden kann.

Finanzielle Unterstützung für die deutschen Partner liefert das BMEL über seinen Projektträger, die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR). (az)
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