Die Zahl der Auslandaufenthalte von Studierenden und Hochschulangehörigen nimmt weiter zu. Das zeigt die vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) initiierte Studie ‚Student and staff mobility in times of crisis‘. Demnach korreliert die Wirtschaftskrise direkt mit einer Veränderung in der Studierendenmobilität: sowohl die Daten als auch die Expertenmeinungen belegen, dass der Bedarf an Auslandspraktika im Vergleich zu Studienaufenthalten viel schneller gestiegen ist.

In den 33 europäischen Erasmus-Staaten ist vom akademischen Jahr 2008/09 bis 2012/13 die Mobilität zu Studienzwecken jährlich um durchschnittlich 6 Prozent von insgesamt 168.000 auf 212.500 gestiegen. Auch die Mobilität für Auslandspraktika stieg jährlich um 16 Prozent von insgesamt 30.030 auf 55.600. Der höhere Anstieg der Auslandspraktika ist ein Indiz, dass Studierenden diese als gute Möglichkeit sehen, ihre Beschäftigungsfähigkeit nach dem Studienabschluss zu verbessern.

„Jede Studentin und jeder Student sollte einen Teil des Studiums im Ausland absolvieren können - unabhängig von der wirtschaftlichen Situation seines Heimatlandes“, erklärte DAAD-Präsidentin Prof. Margret Wintermantel.
Die Studie wurde aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und der Europäischen Kommission finanziert und ist online einsehbar. (atm)
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