Auszeichnung

Ersatz für Tierversuche

Professor Thomas Braunbeck von der Universität Heidelberg erhält den Tierschutzforschungspreis des Landes Baden-Württemberg. Er wird geehrt für seine Arbeiten zur Reduzierung von Tierversuchen an Fischen. Der Preis wird morgen in Stuttgart verliehen.

Trägt zu mehr Tierschutz bei: Professor Braunbeck
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Trägt zu mehr Tierschutz bei: Professor Braunbeck
Im Rahmen der Forschung der Arbeitsgruppe Aquatische Ökologie und Toxikologie konzentriert Braunbeck sich vor allem auf die Erfassung von Risiken und Gefahren, die von Umweltschadstoffen auf aquatisch lebende Organismen und Lebensgemeinschaften ausgehen. Innerhalb kurzer Zeit wurde innerhalb der Forschergruppe beispielsweise ein Fischeitest als Alternative für den Abwassertest mit Fischen entwickelt und DIN-normiert. Daneben hat die Arbeitsgruppe von Professor Braunbeck die Verwendung von sogenannten Fischembryonen für aquatoxikologische Tests entwickelt und zur Anwendungs-reife gebracht. Dabei ersetzen Untersuchungen an Entwicklungsstadien von Fischen im Ei und/oder sogenannten Dottersacklarven Tests, die zuvor in großer Zahl an voll entwickelten Fischen durchgeführt wurden. Im Jahr 2013 fanden diese Verfahren Eingang in die OECD-Testguideline 236 und damit zu einer breiten internationalen Anwendung in der Toxikologie wassergetragener Schadstoffe. 


„Ziel der Landesregierung ist es, die Zahl der Tierversuche und die Belastung von Versuchstieren weiter zu verringern“, erklärt Baden-Württembergs Verbraucherminister Alexander Bonde. Dies sei auch im Koalitionsvertrag so vereinbart. Der Forschungspreis für Ersatz- und Ergänzungsmethoden zum Tierversuch sei hierfür ein wichtiger Baustein. 


Mit dem Preis über eine Summe von 25.000 € werden herausragende wissenschaftliche Arbeiten ausgezeichnet, die zum Ersatz und zur Verminderung von Tierversuchen beitragen. (kbo)
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