Einen Blick in die Zukunft der Bäckereitechnologie wirft die Arbeitsgemeinschaft für Getreideforschung im Rahmen ihrer Tagung. Wer effizient sein will, sollte möglichst digitalisiert und vernetzt arbeiten.

Eine herstellerübergreifende Schnittstelle auf Basis des Global Trade Item Number (GTIN)-Formats stellt Raphael Redder von der 1WorldSync GmbH vor. Denn größtes Hindernis sei bisher die mangelnde Kompatibilität aller Daten. Die GTIN stellt eine einheitliche Identifikationsnummer für Produkte dar. „Bisher hat jeder Hersteller seine eigene Lösung. Jeder muss aber mit jedem kommunizieren.“ Wenn jeder Bäckereisoftwarehersteller dieses Format akzeptieren würde, könnten mit diesem Instrument alle Rohstoff-Stammdaten in einem Format bereitgestellt werden. Eine direkte Kommunikation der Rohstoff-Stammdaten vom Mehllieferanten an das Verwiegesystem der Bäckerei sei möglich. Über eine Maschine-zu-Maschine-Schnittstelle könnten Stückzahlen, Temperaturen und Backzeiten über ein einheitliches System schnell erfasst und weitergegeben werden.

Die 1WorldSync GmbH ist ein Dienstleister, der Produkt-Barcodes für den Lebensmittelhandel bereitstellt. Gemeinsam mit dem Backzutatenverband arbeitet das Unternehmen am Produktdatenmanagement.

Alexander Brunst von der Aachener Bitstars-GmbH zeigt, wie hohe Ausfallzeiten durch Maschinenstillstände und langsame Reparaturvorgänge reduziert werden könnten. Als Lösung wirbt er für die Bereitstellung aktueller Maschinendaten und Bedienungsanleitungen in intuitiv nachvollziehbarer Form auf mobilen Endgeräten wie Tablets oder Smartphones. (has)
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