Die Fachhochschulen konnten in den vergangenen zehn Jahren die Zahl ihrer Studierenden um zwei Drittel steigern. Ein knappes Dutzend bietet ein agrarwirtschaftliches Studium an. 

Die Fachhochschulen seien bei den Studierenden „attraktiver denn je", heißt es von Seiten des Bundesbildungsministeriums (BMBF). Als Beleg dient die stark gestiegene Zahl der FH-Studierenden, die zwischen dem Wintersemester 1999/2000 und dem Wintersemester 1999/2000 um 66 Prozent auf rund 680.000 Immatrikulierte zulegen konnte, gab kürzlich das Bundesbildungsministerin bekannt.

Die Zahl der Standorte ist im gleichen Zeitraum um ein Drittel gestiegen. Sie erhöhte sich von 152 auf 209. Elf Fachhochschulen bieten auf ganz Deutschland verteilt ein agrarwirtschaftliches Studium an.

Das Leistungsprofil der Fachhochschulen befindet sich im Wandel. Viele nennen sich heute „Hochschule" oder „University of Applied Sciences", um im Namen bereits ihren Forschungsanspruch zu unterstreichen. Die Forschungsaktivitäten sind häufig sehr anwendungsorientiert und umfassen eine große Spannbreite - von den Fachprogrammen "Neue Technologien", "Lebenswissenschaften" und "Klima, Umwelt, Energie" über den Spitzencluster-Wettbewerb bis hin zur Innovationsförderung in den Neuen Ländern.

Das BMBF unterstützt die Fachhochschulen in ihrem wissenschaftlichem Bestreben. Es hat die Mittel für das Programm „Forschung an Fachhochschulen" beinahe vervierfacht. 

Mittelfristig soll es, dem BMBF zufolge, möglich sein, den Doktortitel auch an einer Fachhochschule erwerben zu können. Die Frage, ob Fachhochschulen das bislang den Universitäten vorbehaltene Promotionsrecht erlangen sollen, ist höchst umstritten. (az)
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