Auslandspraktikum

Fachschüler erkunden Europa


„Junge Niedersachsen aus dem Agrarbereich erkunden Europa“ lautet der Titel eines neuen Projekts, das soeben an den Start gegangen ist. Die Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen ist Träger des Vorhabens, das zum milliardenschweren EU-Austausch- und Bildungsprogramm „Erasmus+“ gehört. Die Laufzeit beträgt ein Jahr.

In diesem Zeitraum können Nachwuchskräfte bei einem Praktikum in einem EU-Staat Auslandsluft schnuppern, berufliche Praxis sammeln und Sprachkenntnisse ausbauen, teilt die LWK mit. Nach erfolgreichem Abschluss des Praktikums erhalten die Nachwuchskräfte einen Europapass. Er soll den Inhabern, die eine Zeit lang in Spanien, den Niederlanden und auf Zypern arbeiteten, die europäischen Arbeitsmärkte erschließen. Darüber hinaus fördert der Europass länderübergreifend die Transparenz von Qualifikationen und Kompetenzen.

Auslandsaufenthalte seien in der Berufsbildung nichts Exotisches mehr, aber gleichzeitig seien sie auch noch nicht Standard, stellt die Kammer fest. Mittlerweile würden sie von Ausbildungsbetrieben, Berufsschullehrern sowie Ausbildungsberatern und nicht zuletzt von den jungen Auszubildenden als attraktive, zeitgemäße Form gesehen, Internationalität in die Berufsausbildung zu bringen.

Fremdsprachenkenntnisse und Wissen über verschiedene Kulturen seien heute auf dem Arbeitsmarkt ebenso wichtig wie die reinen Fachkenntnisse. Zahlreiche Auszubildende und Berufsfachschüler absolvieren deshalb jedes Jahr einen Lernaufenthalt im Ausland – gefördert mit Geld aus dem „Erasmus+“-Programm. (SB)
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