Am kommenden Montag tritt die Novelle des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetzes (AFBG) in Kraft. Aus dem bewährten "Meister-BAföG" wird dann ein "Aufstiegs-BAföG". Unter anderem steigt der maximale Unterhaltsbeitrag im AFBG für Alleinstehende von 697 € auf 768 € und damit um 71 €. Der maximale Maßnahmenbeitrag für Lehrgangs- und Prüfungskosten steigt von 10.226 € auf 15.000 €. Weitere Sätze, Freibeträge und Zuschussanteile werden ebenfalls erhöht. Außerdem können ab 1. August auch Bachelorabsolventen eine AFBG-Förderung erhalten, wenn Sie zusätzlich einen Meisterkurs oder eine vergleichbare Fortbildung machen wollen.

Erstmals auch offen für Bachelor

Die höheren Fördersätze, Freibeträge und Zuschussanteile des neuen Aufstiegs-BAföG kommen mit dem Stichtag 1. August bei den Geförderten an - egal, ob sie schon mit AFBG-Förderung an einer Fortbildung etwa zum Meister oder Fachwirt teilnehmen oder diese danach erst beginnen. Neu beginnen kann eine geförderte Aufstiegsfortbildung ab dem 1. August erstmals auch, wer als höchsten Hochschulabschluss bereits einen Bachelorabschluss hat oder wer ohne Erstausbildungsabschluss - etwa als Studienabbrecher oder mit Fachabitur und Berufspraxis - zur Prüfung oder Fachschule zugelassen wird.

Zuschuss für Fortbildung und Lebensunterhalt

Mit dem Aufstiegs-BAföG nach dem AFBG werden Teilnehmer an Maßnahmen der beruflichen Aufstiegsfortbildung finanziell unterstützt. Typische Aufstiegsfortbildungen sind Meister- oder Fachwirtkurse, sowie mehr als 700 weitere gleichwertige Fortbildungen. Teilnehmer erhalten einkommensunabhängig einen Beitrag zu den Kosten der Fortbildung und bei Vollzeitmaßnahmen zusätzlich einkommensabhängig einen Beitrag zum Lebensunterhalt. Die Förderung erfolgt teils als Zuschuss, teils als zinsgünstiges Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

Im Jahr 2015 wurden rund 162.000 Personen mit AFBG unterstützt. Seit Bestehen des Meister-BAföG (1996) konnten rund 1,9 Mio. berufliche Aufstiege zu Führungskräften, Unternehmern und Ausbildern für Fachkräfte mit einer Förderleistung von insgesamt rund 7,4 Mrd. € ermöglicht werden. Für die zahlreichen Verbesserungen mit der dritten Novelle des AFBG investiert alleine der Bund bis 2019 zusätzlich 245 Mio. €. (has)
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