Hochschule Anhalt

Förderung für gute Integrationsarbeit

Das Förderprogramm „Angekommen, integriert, qualifiziert!“ soll Hochschulen dabei unterstützen, Flüchtlinge und Menschen mit Migrationshintergrund zur Aufnahme und zum Abschluss eines Studiums zu motivieren, sie im Studienverlauf zu begleiten und ihnen den Einstieg in den Arbeitsmarkt zu erleichtern. Jede der Hochschulen erhält eine Förderung von 50.000 €.

Flüchtlinge im Studium
Insgesamt bereiten sich derzeit 151 Studierende mit Flüchtlingshintergrund in neun Sprachkursen auf ein Studium vor. 38 davon befinden sich in der Endphase ihrer Sprachausbildung. Sie beginnen am 27. Februar 2017 ihren letzten Sprachkurs. Damit erhalten sie die Voraussetzung für ein Studium in Deutschland. Außerdem starteten am 20. Februar 2017 neue Kurse mit 50 Kursplätzen für Studienanfänger mit Fluchthintergrund an den Standorten Köthen und Bernburg.
Den Großteil der Förderung will die Hochschule Anhalt für den Ausbau der Koordinierungsstelle für Integration einsetzen. Die Koordinierungsstelle hilft, den Geflüchteten den Studienbeginn zu erleichtern. Außerdem wird ein Mentoringprogramm entwickelt. Hohen Stellenwert hat die Förderung von geflüchteten Frauen, für die eine studieneinführende Vorlesungsreihe (internationales Frauenseminar) konzipiert wird. Ein regionales Netzwerk mit Partnern aus der Wirtschaft soll durch Praktika und Abschlussarbeiten in Unternehmen den Einstieg in den Arbeitsmarkt erleichtern. 18.000 € sind für das Wohl der Studierenden bestimmt und werden als Jahresstipendien in Höhe von 150 € monatlich an besonders qualifizierte Studierende mit Fluchthintergrund verteilt, teilte die Hochschule mit.

„Die Förderung ermöglicht es uns, motivierten Studienanfängern, die aus der Bafög-Förderung fallen, zu helfen, ihr Studium in Deutschland abzuschließen“, sagt der Integrationsbeauftragte der Hochschule Anhalt, Tristan Dornberger. „Teilweise fehlen den Studierenden nur wenige Fächer zum Abschluss ihres Bachelors. Hier können wir unbürokratisch helfen.“ (mrs)
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