An der Universität Hohenheim wird ein Projekt zur Erforschung einer pilzresistenten Maissorte von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt.

Die Pilzkrankheit Fusarium-Kolbenfäule befällt Jahr für Jahr Teile der mitteleuropäischen Maisernte. Dahinter steckt der rosarote Schimmelpilz Fusarium graminearum, der gleich mehrere Gifte bildet. Das harmloseste führt zu Übelkeit und Erbrechen und schwächt das Immunsystem. Andere bewirken Fruchtbarkeitsprobleme bis hin zu Fehlgeburten. Gefährdet sind in Deutschland weniger Menschen, sondern Schweine, da sie besonders empfindlich sind und Mais in Deutschland meist verfüttert wird.

Geeignete Gegenmaßnahmen gibt es bisher nicht. Deshalb untersuchen Forscher von der Universität Hohenheim, die Mais-DNA nach resistenten Genen. Ziel sind neue Sorten, bei denen die Krankheit keinen großen Schaden anrichten kann.

„Für Maisbauern ist die Kolbenfäule eine Katastrophe“, sagt Prof. Dr. Albrecht E. Melchinger, Leiter des Fachgebiets Angewandte Genetik und Pflanzenzüchtung an der Universität Hohenheim. „Denn die Europäische Kommission hat Grenzwerte für Pilzgifte festgelegt. Wenn die Ernte den kritischen Wert überschreitet, darf sie nicht als Lebensmittel auf den Markt kommen.“ Für Futtermittel gibt es Orientierungswerte.

Das Forschungsprojekt „Fusarien-Resistenz in Mais: Genetische Analyse mittels komplementärer Kartierungsansätze und züchterische Verbesserung durch genomische Selektion“ ist auf drei Jahre angelegt. Beteiligt sind daran auch Dr. Wolfgang Schipprack von der Versuchstation Agrarwissenschaften in Eckartsweier und die KWS Saat AG. Es wird mit rund 319.000 € von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. (hed)
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