Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat das Verbundprojekt ‚Signal‘ (Sustainable intensification of agriculture through agroforestry) bewilligt. Über einen Förderzeitraum von zunächst drei Jahren werden im Laufe des Projekts an vier Acker- und drei Grünlandstandorten die Auswirkungen von Agroforstsystemen auf die bodenökologischen Eigenschaften untersucht. Partner des Projekts sind die Universität Göttingen, die Universität Kassel/Witzenhausen, das Julius Kühn-Institut Braunschweig, die Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft Jena, die Brandenburgische Technische Universität Cottbus–Senftenberg sowie das Helmholtz Zentrum München.

Agroforstliche Anbausysteme beinhalten das Prinzip der multifunktionalen Landnutzung durch die Bewirtschaftung von Bäumen und Sträuchern auf landwirtschaftlichen Flächen. In ‚Signal‘ sollen neue, speziell an die Bedürfnisse mitteleuropäischer Regionen angepasste agroforstliche Anbausysteme untersucht werden.

In Deutschland existieren zu Versuchszwecken bereits seit einigen Jahren Agroforstflächen, wobei es bisher an einer systematisch vergleichbaren und längerfristigen Auswertung in Bezug auf die Ressource Boden mangelt. „Deshalb bringen wir die Forscherteams, die an diesen Standorten bereits wertvolle Ergebnisse erarbeitet haben, erstmals in einem sorgfältig geplanten und abgestimmten Verbundprojekt mit einheitlichem experimentellem Design zusammen“, erklärte der Sprecher des Verbundprojekts, Prof. Dr. Edzo Veldkamp von der Universität Göttingen.

Das BMBF fördert das Projekt in den kommenden drei Jahren mit insgesamt rund 2,7 Millionen Euro. (atm)
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