Für einen neuen Forschungsschwerpunkt an der Christian-Albrechts-Universität (CAU) in Kiel stehen bis zu 20 Stipendien mit mehr als 2 Mio. € zur Verfügung. In ihrem Programm ‚Ein dritter Weg zur Ernährung der Einen Welt‘ will die CAU Landwirtschaft und Umweltschutz in Einklang bringen. Vor allem in den Ländern Afrikas und Lateinamerikas soll die ökologisch Effizienz der Landwirtschaft erforscht werden. Der ‚dritte Weg‘ stelle dabei einen Mittelweg zwischen hochintensiver Bewirtschaftung und ökologischem Landbau dar, erklärt der Kieler Agrarforscher Professor Friedhelm Taube vom Institut für Grünland und Futterbau/Ökologischem Landbau.

Gemeinsam mit Professor Christian Henning vom Institut für Agrarpolitik sowie Professor Konrad Ott und Lieske Voget-Kleschin vom Lehrstuhl für Philosophie und Ethik der Umwelt will Taube die Landwirtschaft in armen Ländern Afrikas und Lateinamerikas untersuchen.

Der zunächst auf sieben Jahre ausgelegte Promotionsschwerpunkt gilt zudem als erstes großes Projekt des ‚Gustav-Radbruch-Netzwerks für Philosophie und Ethik der Umwelt‘. Leiter Konrad Ott sieht Handlungsbedarf bei den Gerechtigkeitsfragen der Agrarethik: „Wir wollen dazu beitragen, dass das Feld besser bestellt ist.“

Die Fördergelder in Höhe von 2 Mio. € für die Stipendien stammen vom Evangelischen Studienwerk in Villigst. (has)
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