Das EU-Verbundprojekt „optiKuh“ ist offiziell gestartet. Wie der Name bereits andeutet, soll das Projekt dabeihelfen, optimale Haltungsbedingungen für Kühe zu finden. Damit liegt das Projekt voll im Trend der modernen Nutztierhaltung. Es greift Zukunftsfragen in der Milchviehhaltung auf: Wie muss Futter für Milchkühe sein, damit sie genau so viel fressen, wie sie für Milchleistung und robuste Gesundheit benötigen? Mit welcher Sensortechnik können wir von außen feststellen, wie die Versorgung der Kuh tatsächlich ist? Wie können Kühe mit robustem Stoffwechsel und guter Futteraufnahme gezüchtet werden?

Das Projekt vereint über 22 Agrareinrichtungen und Projektpartner. Erstmalig werden alle 12 deutschen Versuchseinrichtungen, die die Futteraufnahme der Einzelkuh exakt erfassen und damit die Energieversorgung bilanzieren können, zusammengebracht, teilt das Tiergesundheitsunternehmen Zoetis mit.

Zoetis berechnet für „optiKuh“ den Transition Cow Index (TCI). Der TCI beschreibt, wie gut Kühe aus der Trockenstehphase über die Abkalbung in die Folgelaktation gebracht werden. Ist er positiv, kann man daran exakt ablesen, wieviel Milch der Landwirt dadurch mehr erwirtschaften kann. Ist er negativ, besteht Beratungsbedarf. Am Ende des Forschungsprojekts soll die Etablierung eines für Deutschland gültigen Index stehen, der den Landwirten, Tierärzten und landwirtschaftlichen Breratungsorganisationen einen echten Mehrwert zur Steigerung und Erhaltung der Tiergesundheit liefern kann. Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) koordiniert das Projekt. (has)
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