Aufbau einer Messstation für Klimadaten in Ghana.
-- , Foto: Wascal
Aufbau einer Messstation für Klimadaten in Ghana.

Der Klimawandel stellt in Westafrika eine der größten Herausforderungen dar. Das Bildungsministerium (BMBF) stellt 16 Mio. € für eine internationale Klimaforschungsinitiative zur Verfügung.

Das West African Science Service Center on Climate Change and Adapted Land Use (Wascal) erforscht die Folgen des Klimawandels für die Land- und Wassernutzung und entwickelt Strategien gegen klimabedingte Risiken. Die zehn westafrikanischen Staaten Benin, Burkina Faso, Gambia, Ghana, Elfenbeinküste, Mali, Niger, Nigeria, Senegal und Togo sind an der Initiative beteiligt.

Das Zentrum für Entwicklungsforschung an der Uni Bonn unterstützt Wascal. Es sollen staatenübergreifende Expertisen gebündelt und eine Infrastruktur für die Forschung aufgebaut werden. Ziel ist es, in den westafrikanischen Staaten langfristig die Ernährungssicherheit zu verbessern und gleichzeitig die ökologischen Ressourcen zu schonen, erklärt der Koordinator Dr. Manfred Denich.

Eine weitere Maßnahme ist die Ausbildung regionaler Klimaexperten. Dazu wurde ein umfassendes Graduiertenprogramm in Afrika ins Leben gerufen. Ein Doktorand aus Ghana beobachtet beispielsweise die Folgen des Klimawandels in seiner Heimat. Die Bevölkerung lebt größtenteils von der Landwirtschaft und ist daher vom Klima abhängig. Die Regenzeit verschiebt sich von Jahr zu Jahr und es wird heißer.

Die Zahl der Wascal-Studenten liegt derzeit bei über 110. Zwei weitere Masterprogramme starten im Oktober 2013. Auch deutsche Studenten der Agrarwissenschaften können in Bonn anfragen und sich an den Forschungsvorhaben von Wascal beteiligen. (hed)
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