Leibniz-Wettbewerb

Forschung zu Großbetrieben sahnt ab

Insgesamt waren 83 Anträge aus Leibniz-Einrichtungen eingegangen. Für das über drei Jahre laufende Projekt werden insgesamt rund 800.000 € zur Verfügung gestellt.

Lascala ("International Competence Center on Large Scale Agriculture") ist ein Projekt des Leibniz-Instituts für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien (IAMO) mit Sitz in Halle (Saale). Hier soll ein internationales Kompetenzzentrum für großbetriebliche Landwirtschaft aufgebaut werden.

Mit internationalen Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft wollen die Kolleginnen und Kollegen um IAMO-Wissenschaftler Dr. Taras Gagalyuk das Aufkommen, das Management sowie die ökonomischen und gesellschaftlichen Effekte sogenannter Agroholdings untersuchen.

Unter Agroholdings versteht man vertikal und/oder horizontal integrierte Konzerne, in denen eine gewisse Anzahl von Tochterunternehmen Landwirtschaft betreiben. Aufgrund der fortschreitenden Konsolidierung der Landwirtschaft insbesondere in Mittel- und Osteuropa, Zentralasien und Lateinamerika werden Agroholdings dort immer bedeutsamer, aber auch in Australien, den USA und teilweise in Westeuropa finden sich solche Unternehmensstrukturen.

Großbetriebe im internationalen Vergleich

ZT#"Neben wirtschaftlichen und betriebswirtschaftlichen Herausforderungen, die mit solchen großbetrieblichen Strukturen einhergehen, sind auch gesellschaftliche und ökologische Auswirkungen zu berücksichtigen", so Dr. Taras Gagalyuk, "und all dieses wollen wir im internationalen Vergleich und interdisziplinär untersuchen."

Die im Rahmen von Lascala gewonnenen Erkenntnisse sollen im zweiten Schritt dann über eine interaktive Online-Datenplattform Fachleuten und der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden. Geplant ist, dass die Plattform darüber hinaus weltweit erschienene Publikationen, Informationsmaterialien und Datensammlungen zur großbetrieblichen Landwirtschaft sammelt und zugänglich macht. (mrs)
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