Nachwachsende Rohstoffe (Nawaros) können einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, wenn sie fossile Energieträger oder erdölbasierte Kunststoffe ersetzen. Allerdings werden auch beim Anbau von Nawaros Treibhaushase in die Atmosphäre abgegeben. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat nun einen neuen befristeten Förderaufruf veröffentlicht, um Forchungsprojekte finanziell zu unterstützen, die sich mit diesem Thema beschäftigen.

Gesucht werden Konzepte, um zusätzliche Potenziale für die Treibhausgasminderung im Bereich der landwirtschaftlichen Produktion nachwachsender Rohstoffe zu erschließen. Hierzu sind innovative Ansätze der grundlagenorientierten und industriellen Forschung sowie der experimentellen Entwicklung denkbar, teilt die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) mit, die die Vorschläge entgegennimmt.

Derzeit werden in Deutschland auf mehr als 20 Prozent der Ackerfläche nachwachsende Rohstoffe produziert. Ebenso nimmt die Bedeutung der Nutzung von Grünlandflächen sowie von agrarischen Roh- und Reststoffen im Non Food-Sektor zu. Deshalb müsse auch die Biomasseproduktion für die stoffliche und energetische Verwertung signifikante Beiträge für den Klimaschutz im Agrarsektor leisten, heißt es in dem Aufruf des BMEL. Dabei sei es für die Klimaschutzwirkung von erheblicher Bedeutung, eine nachhaltige und daher emissionsarme Produktion der Rohstoffpflanzen sicherzustellen.

Projektvorschläge nimmt der Projektträger des BMEL, die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe, bis zum 15. Mai 2017 entgegen.

FPNR_Förderbekanntmachung_COP21_THG-Minderung-FPNR-EKF-07.11.pdf Befristeter Aufruf über die Förderung von „Maßnahmen zur Minderung von Treibhausgasemissionen im Bereich der Rohstoffpflanzenproduktion für die stoffliche und energetische Nutzung“
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