Das „Journal of Unsolved Questions“ kultiviert das Scheitern. Das Magazin für ungelöste Fragen dokumentiert Forschungsvorhaben, die kein Ergebnis hervorbrachten. Ziel ist es einerseits, andere Wissenschaftler vor dem Begehen der gleichen Fehler zu bewahren. Andererseits soll erneut überprüft werden können, ob das Vorhaben tatsächlich gescheitert ist.

Doktoranden der
 Graduiertenschule „
Materials Science“ der Johannes Gutenberg-
Universität in Mainz geben das Magazin seit Januar 2011 heraus. Die Beiträge werden - wie bei wissenschaftlichen Journals üblich - über ein Expertengremium ausgewählt. Von Interesse sind veröffentlichte Forschungsprojekte,
 deren Aufbau nicht aufgegangen ist, deren Daten keine oder keine eindeutigen
 Schlüsse zulassen oder die unvollendet sind. Unter dem Motto „Science never fails“ sollen die „verborgenen 
Schätze“ der Wissenschaft gehoben werden. Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft zeichnete das Projekt kürzlich als „Hochschulperle“ aus. (az)
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