Das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit konzentriert sich mittelfristig auf drei Standorte. Zum Jahresende schließt die Einrichtung in Tübingen. Die Anfang der 1950er Jahre in Tübingen entstandene Bundesforschungsanstalt für Viruskrankheiten der Tiere (BFAV) wird seine Arbeit 2012 am Hauptsitz auf der Insel Riems fortsetzen. Bereits nach der Wende fiel auf Empfehlung des Wissenschaftsrates die Entscheidung, die Insel Riems als Hauptsitz zur Erforschung von Virusinfektionen bei Nutztieren auszubauen. Nach der Schließung des heutigen Fachinstituts für Immunologie in Tübingen besteht das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) weiterhin aus 11 Fachinstituten, die nun noch an sechs Standorten angesiedelt sind.
Das Forschungskonzept des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMELV), zu dem das FLI gehört, sieht bis zum Jahr 2020 eine weitere Konzentrierung auf drei Standorte vor. In den kommenden zwei Jahren wird auch das Institut für Epidemiologie von Wusterhausen in Brandenburg auf die Insel Riems ziehen. Die Institute für Tierernährung (Braunschweig) sowie Tierschutz und Tierhaltung (Celle) werden an den Standort Mariensee in der Nähe von Hannover ziehen, an dem bereits die Nutztiergenetik beheimatet ist. Der Standort Jena soll mit zwei Fachinstituten zur Forschung an bakteriell bedingten Infektionskrankheiten der Tiere bestehen bleiben. (az)
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