Welchen Einfluss die Fruchtfolge auf die Erschließung von Nährstoffen aus dem Unterboden hat, untersucht eine Forschergruppe unter der Federführung der Landwirtschaftlichen Fakultät der Uni Bonn. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das Verbundprojekt mit insgesamt rund 3,2 Mio. €.

Gemeinsam mit Wissenschaftlern der Universitäten Kiel, Halle, Bayreuth und dem Helmholtz Zentrum München wird das Institut für Organischen Landbau der Uni Bonn die Rolle der „Wegbereiter-Pflanzen" näher beleuchten. Als Wegbereiter gelten Pflanzen wie Luzerne, Wegwarte oder Rohrschwingel, die das Wachstum der darauf folgenden Nutzpflanzen verbessern. Die Wissenschaftler interessiert unter anderem, welche Auswirkungen die von den Wurzeln hinterlassenen Kanäle im Boden auf die Erschließung von Nährstoffen durch die Folgepflanzen haben. Außerdem erforschen sie, in wie weit Wegbereiter-Pflanzen die chemischen Verhältnisse im Boden verändern.

Zur Stärkung der interdisziplinären und ortsübergreifenden Zusammenarbeit von Wissenschaftlern stellt die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) insgesamt 22,2 Mio. € an Fördergeldern bereit. Die DFG fördert damit 209 Forschergruppen über einen Zeitraum von zumeist sechs Jahren. (az)
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