Unternehmen haben eine hohe Toleranz gegenüber Mängeln bei Führungskräften, solange das operative Ergebnis stimmt. Diese Bilanz zieht eine Studie der Hochschule Osnabrück, die sich mit dem Stellenwert der Personalführung in deutschen Betrieben beschäftigt. Bei der Befragung von 118 Unternehmen mit einer Mindestmitarbeiteranzahl von mehr als 400 Personen stellte sich heraus, dass in nahezu allen Unternehmen Zielvereinbarungen mit Führungskräften getroffen werden. Dem erbrachten operativen Ergebnis messen dabei 90 Prozent der Unternehmen einen hohen Stellenwert bei. Das Verhalten der Führungskräfte sehen nur 45 Prozent als eine wichtige Komponente in den Zielvereinbarungen an. Die Fluktuationsrate der Mitarbeiter wird nur noch von 17 Prozent der Unternehmen als wichtig für die Beurteilung von Führungsqualitäten angesehen. 82 Prozent der Unternehmen gaben an, dass schlechtes Führungsverhalten für sie kein Anlass für eine Trennung sei. (az) 
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