Pflanzenzüchter können sich freuen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) investieren in die Pflanzenforschung. Insgesamt fördern sie mit einer Summe von 64 Mio. €. Während das BMBF die anwendungsnahe interdisziplinäre Grundlagenforschung fördert, konzentriert sich das BMEL auf die angewandte Entwicklung im vorwettbewerblichen Bereich.

Branchenteilnehmer begrüßen dies. „Die Bundesregierung geht dabei einen wichtigen Schritt, schnellstmöglich eine nachhaltige, biobasierte Wirtschaft aufzubauen. Neue Pflanzensorten, die natürliche Ressourcen wie Wasser und Nährstoffe effizient nutzen, hohe und stabile Erträge liefern, sowie verbesserte Krankheitsresistenzen aufweisen, sind Voraussetzung für den Erfolg der Bioökonomie“, betont Stephanie Franck, Vorsitzende des Bundesverbandes Deutscher Pflanzenzüchter (BDP).

Schnellere Wege zur wirtschaftlichen Nutzung

„Diese aufeinander abgestimmten Maßnahmen werden die Übertragung von Erkenntnissen aus der Grundlagenforschung in die Wirtschaft noch effizienter gestalten“, ist Reinhard von Broock, Vorsitzender der Gemeinschaft zur Förderung von Pflanzeninnovation (GFPi), überzeugt.

BDP und GFPi meinen, dass die langfristig geplante Förderung, Chancen für einen hohen Erkenntnisgewinn liefere. Außerdem würden die Förderinitiativen der beiden Ministerien auch dabei helfen, den Nachwuchs auszubilden.

Der BDP vertritt rund 130 deutsche Pflanzenzuchtunternehmen und Saatenhändler aus den Bereichen Landwirtschaft, Gemüse und Zierpflanzen. Die GFPi ist ein gemeinnütziger Verein. Der Verein fördert die vorwettbewerblichen Forschungsaktivitäten für Pflanzenzüchter und hilft dabei, die Forschungsergebnisse in die Praxis umzusetzen. (az)
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