Dr. Thorsten Schnurbusch vom Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) erfährt schon seit längerem Anerkennung seiner wissenschaftlichen Arbeit. 2015 verlieh ihm beispielsweise die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) eines der renommierten Heisenberg-Forschungsstipendien. Jetzt erhält der Leiter der Arbeitsgruppe Pflanzliche Baupläne am IPK ein zusätzliches Budget über 2 Mio. € an Forschungsgeldern.


Forschungsleistung anerkannt: Dr. Thorsten Schnurbusch kann sich über einen ERC-Grant freuen.
-- , Foto: IPK
Forschungsleistung anerkannt: Dr. Thorsten Schnurbusch kann sich über einen ERC-Grant freuen.
Thorsten Schnurbusch hat den Europäischen Forschungsrat (ERC) in Brüssel mit einem Forschungsprojekt überzeugt, das die Entwicklung von Getreideährchen bei Gerste auf molekularer Ebene untersuchen wird. Schnurbusch und Kollegen wollen damit mehr Licht in das molekularen Verständnis der Entwicklung von Getreideährchen bringen.

Bekannt ist, dass die Anzahl der späteren Körner genetisch begrenzt ist. Unklar ist jedoch, wie genau diese Prozesse auf molekularer Ebene gesteuert werden: „Es gibt Genotypen, bei denen viele der in der frühen Entwicklung angelegten Ährchen absterben und dann wiederum Genotypen, bei denen dies kaum geschieht. Verstehen wir diesen Vorgang besser, könnten wir darauf hinarbeiten, diese Verluste zu reduzieren und damit ganz neuen Ansätzen zur Ertragssteigerung nachgehen“, erläutert Schnurbusch.Ein besseres Verständnis dieses kaum erforschten Prozesses eröffnet laut IPK vor allem neue Ansätze zur Ertragssteigerung.

Der Europäische Forschungsrat fördert mit seinen Grants vielversprechende Wissenschaftler am Beginn einer unabhängigen Karriere. (az)
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