Forschertreffen

Gemeinsam gegen Geflügelpest


Wie halten sich Geflügelpestviren in der Wildvogelpopulation? Wie können sie sich über lange Distanzen verbreiten und welche Faktoren sind für ihr Eindringen in Nutzgeflügelbestände relevant? Diesen und anderen Schlüsselfragen geht seit diesem Sommer das internationale Konsortium Delta-Flu aus zehn Forschungsinstitutionen nach, das vom Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) koordiniert wird. Mitte der Woche trafen sich die beteiligten Wissenschaftler aus Venedig, Rotterdam, Gent, Edinburgh, Kalmar (Schweden) und Hong- kong beim FLI auf der Insel Riems zu einem ersten gemeinsamen Austausch.

Die Erreger der Vogelgrippe verändern sich stetig und schnell und können weltweit binnen kurzer Zeit zu verheerenden Ausbrüchen bei Nutzgeflügel und Wildvögeln führen. Das zeigt die bislang schwerste Geflügelpest-Epidemie in Europa, die im vergangenen Winter durch den Erreger H5N8 hervorgerufen wurde.

Da es sich bei der Geflügelpest um ein globales Problem handelt, sind Forscher unterschiedlicher Disziplinen weltweit gefragt, nach Lösungen zu suchen. Hier soll das Konsortium Delta-Flu ansetzen, das über einen Zeitraum von fünf Jahren von der Europäischen Union gefördert wird. (pio)
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