Dr. Hubert Pausch (li) und Prof. Ruedi Fries von der TUM überprüfen Sequenzierdaten von Zuchtrindern.
-- , Foto: U.Benz/TUM
Dr. Hubert Pausch (li) und Prof. Ruedi Fries von der TUM überprüfen Sequenzierdaten von Zuchtrindern.

Im „1000-Bullen-Genom-Projekt“ wurden die Gesamtgenome von 234 Zuchtbullen mit ihren Nachkommen in zweistelliger Millionenhöhe sequenziert. Die Wissenschaftler bauten mit den Ergebnissen eine Datenbank von Genotypen auf.

Damit können sie auf Sequenzebene Vergleichsstudien der Gesamtgenome durchführen und Vorhersagen zu individuellen Genomen treffen. So lassen sich beispielsweise Erbgutdefekte schnell nachweisen.

Bei Rindern ist es schwierig, das richtige Zuchttier zu wählen. Die Fortschritte in der Genomsequenzierung vereinfachen das Verfahren. Die Züchter bekommen Referenzwerte an die Hand und können daraus mit Hilfe bereits verfügbarer DNA-Chip-Technologien Informationen zu zahlreichen Nachkommen vorhersagen.

An dem Projekt arbeiten Wissenschaftler aus Australien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Kanada, den Niederlanden und den Vereinigten Staaten zusammen. In Deutschland koordinierte die Technischen Universität München (TUM) die Forschungsarbeiten. (az)
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