Auf eine bundesweit einheitliche Struktur ihres Bildungsangebotes haben sich Verantwortliche im Raiffeisen-Sektor geeinigt. Zuständigkeiten werden neu geordnet.

Die fünf regionalen Genossenschaftsakademien und die Akademie Deutscher Genossenschaften (ADG) haben sich auf eine einheitliche Struktur ihres Bildungsangebotes für die rund 2.500 ländlichen Waren- und Dienstleistungsgenossenschaften in Deutschland verständigt. Durch die Bündelung von Kompetenzen und Zuständigkeiten wollen die Akademien die Fortbildung im genossenschaftlichen Handel voranbringen.

Für den Bereich der fachlichen Weiterbildung wird es bundesweit künftig eindeutige Zuständigkeiten geben, teilt der Genossenschaftsverband heute mit. Seminare für Auszubildende werden wie bislang von den Regionalakademien verantwortet. Für die Bildungskonzepte von Mitarbeitern im landwirtschaftlichen Bezugs- und Absatzgeschäft sind künftig allein der Genossenschaftsverband und die Geno-Akademie in Hannover zuständig.  

Für die Raiffeisen-Märkte sowie Viehvermarktungsgenossenschaften wird der Rheinisch-Westfälische Genossenschaftsverband verantwortlich sein. Der Baden-Württembergische Genossenschaftsverband übernimmt zusammen mit dem Genossenschaftsverband und der Geno-Akademie den Bildungsbereich der Winzergenossenschaften und Weingärtner.

Die Sparte Milch wird vom Bayerischen Genossenschaftsverband betreut. Die Bereiche Logistik und Energie sowie Zertifikatslehrgänge liegen bei der ADG. Über die Zielgruppe der Agrargenossenschaften stimmen sich künftig ADG und der Genossenschaftsverband ab.

„Jede Akademie hat ihre eigenen Stärken und die werden jetzt effektiver und bundesweit genutzt", sagt der Bildungsverantwortliche des Genossenschaftsverbandes, Ernst Stöver zu der Neuausrichtung. (az)

stats