Das Institut für Pflanzenbau der Justus-Liebig-Universität Gießen
(JLU) arbeitet an der Verbesserung von Ertrag und Widerstandfähigkeit der Ölpflanze. Das Bundesbildungsministerium fördert das in diesem Herbst im Rahmen von zwei Verbundprojekten gestartete Vorhaben mit mehr als 5 Mio. €.
 
Die Forschungskooperation Convigour sucht nach neuen Zuchtverfahren für Sorten mit einem optimalen Feldaufgang und einer verbesserten Ertragsstabilität. Die Forscher werden bei ihrer Arbeit neue Technologien zur chemischen und visuellen Analytik einsetzen. Ebenso soll über die Genomanalyse die Triebkraft in genetisch unterschiedlichen Sorten ermittelt werden. Vier Rapszuchtunternehmen und sieben wissenschaftliche Einrichtungen aus Deutschland, Frankreich und Kanada beteiligen sich an Convigour.
 
Das zweite Projekt, Pre-Breed Yield, vereint sieben wissenschaftliche Institutionen mit sieben deutschen Rapszuchtunternehmen. Ziel ist die Charakterisierung neuer Rapspopulationen. Sie sollen über die nächsten Jahrzehnte als Grundlage für Weiterentwicklungen an der wichtigsten Ölpflanze Deutschlands dienen, die auch bei Trockenstress oder reduzierter Düngung hohe Erträge liefert. Im Mittelpunkt steht auch hier die Entschlüsselung der Genomsequenzen, um die Züchtung zu beschleunigen. Die Gießener Teilprojekte werden durch das BMBF mit rund 700.000 € unterstützt. (az)
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