Die Suche nach dem ersten Job dauert durchschnittlich drei Monate und über die Hälfte der Studenten finanziert sich mit Hilfe des elterlichen Geldbeutels. Dies sind zwei der wichtigsten Ergebnisse der Absolventenstudie der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU). An dem Projekt haben sich bis zum Frühjahr 2009 insgesamt 1.797 Absolventen der Prüfungsjahrgänge 2005 und 2007 beteiligt.

Nach der Finanzierungsquelle gefragt, gaben 54 Prozent der Studierenden an, hauptsächlich auf die Unterstützung der Eltern zurückgegriffen zu haben. Ein knappes Viertel (23 Prozent) finanzierte sich durch eine eigene Erwerbstätigkeit. Besonders Absolventen der Medizin (63 Prozent), der Veterinärmedizin (65 Prozent) und der Agrarwissenschaften und Ökotrophologie (63 Prozent) wurden durch die Eltern finanziert. Bei den Geisteswissenschaften lag die Quote nur bei 40 Prozent. Etwa drei Viertel bezeichneten die fachliche Qualität der Lehre als gut, aber nur etwa ein Drittel bewerteten die Struktur des Studiums als positiv. Die JLU will die Ergebnisse zur weiteren Qualitätsverbesserung von Studium und Lehre verwenden. Die Gießener Studie ist Teil des bundesweiten Kooperationsprojekts Absolventenstudien, an dem sich insgesamt 48 Hochschulen beteiligt haben. (az)
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