Lernwerkstatt

Globaler Blick auf die Landwirtschaft


Das entwicklungspolitische Lernprogramm ASA bietet verschiedene Projekte für Wissbegierige zwischen 21 und 30 Jahren. Die Ausbildung beginnt in Deutschland. In mehrtägigen Seminaren diskutieren die Teilnehmenden globale Entwicklungen. Außerdem werden sie gründlich auf ihr drei- bis sechsmonatiges Praktikum vorbereitet. Während des Projektpraktikums leben und arbeiten die Teilnehmenden in einem Land in Afrika, Asien, Lateinamerika oder Südosteuropa. Dort wirken sie an einem konkreten Projekt mit. Finanziell unterstützt wird ASA unter anderen von Bund und Ländern. Namhafter Kooperationspartner für verschiedene Projekte ist die Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ).

Für ein Projekt zur agrarwirtschaftlichen Marktforschung reisen Beteiligte beispielsweise nach Aserbaidschan. Um die nachhaltige Nutzung von Weideland und Energie in einer Gebirgsregion in Süd-, Zentralasien zu studieren, wohnen Projektteilnehmer in Kirgisistan. Im westafrikanischen Bundesstaat Benin dürfen Teilnehmer die Perspektiven für die Land-, Forst- und Waldwirtschaft erkunden.

Nach dem Projektpraktikum werten die Teilnehmenden ihre Erfahrungen aus und werden als Multiplikatoren für globales Lernen aktiv. Sie organisieren Workshops, Ausstellungen oder Kampagnen. Ziel ist es, ein stärkeres Bewusstsein für globale Zusammenhänge zu schaffen. Dabei werden sie von einem großen Alumni-Netzwerk unterstützt.

Die Teilnehmenden erhalten Zuschüsse zu Reise- und Lebenshaltungskosten, während des Auslandaufenthaltes. Kosten, die während der Seminare anfallen werden komplett übernommen.

Das ASA-Programm gibt es seit mehr als 50 Jahren. Die Schwerpunkte der Projekte sind vielfältig: Agrarwirtschaft, Umweltschutz, Handwerk, Gesundheit und Bildung gehören dazu. Das Programm wird unter anderem vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziell unterstützt. (has)
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