Der dänische Unternehmer Lars Ellegaard erhält die Medaille Aureus Gottingensis der Universität Göttingen. Sein Minipig-Modelltier hat sich in der Wissenschaft etabliert.

Die Universität Göttingen zeichnete Lars Ellegaard für seine Verdienste um das Göttinger Minipig aus. Das Miniaturschwein besitzt ein Herz-Kreislauf-System, Haut und einen Verdauungstrakt, die dem eines Menschen ähneln. Dadurch lassen sich Wirkungen beispielsweise von Arzneimitteln in Tests mit dem Minipig gut erfassen.

Durch das Engegament von Lars Ellegaard sei das Göttinger Minipig in den vergangenen 20 Jahren international als wichtiges Tiermodell in der Forschung etabliert worden, heißt es in der Laudatio. Mit der Medaille würdigt die Universität Menschen, die sich für die Hochschule in besonderer Weise eingesetzt haben.

Das Minischwein wurde um 1960 an der Universität Göttingen gezüchtet. Es ist einfach zu handhaben und deshalb geeigneter für Laboruntersuchungen als große Hausschweine. Lars Ellegaard schloss 1982 einen Vertrag mit der Universität Göttingen ab, der ihm erlaubte, die Göttinger Minischweine zu vermehren und in Skandinavien exklusiv zu vermarkten.

Seit 1992 besitzt er das weltweit exklusive Recht, die Schweine unter dem geschützten Markennamen Ellegaard Göttingen Minipigs zu züchten und zu vermarkten. Die Tiere werden heutzutage in Dänemark, Japan und den USA gezüchtet.

Für die Kontrolle des einheitlichen genetischen Managements aller Teilpopulationen des Göttinger Minischweins ist die Abteilung Tierzucht und Haustiergenetik an der Fakultät für Agrarwissenschaften der Universität Göttingen verantwortlich. (az)
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