Der Freistaat ist der große Gewinner des Berufswettbewerbes der deutschen Landjugend. Aus dem kleinen Bundesland kommen die Erstplatzierten in der Land-, Forst- und Tierwirtschaft. „Eine Riesenüberraschung", so Magdalena Zelder, Vorsitzende des Bundes der Deutschen Landjugend (BDL), nach der internen Siegerehrung in der Nacht zum Freitag.

An dem Wettstreit unter dem Motto: „Grüne Berufe sind voller Leben - Zukunft braucht Nachwuchs" hatten sich seit Februar rund 10.000 junge Menschen aus Land-, Forst-, Haus- und Tierwirtschaft sowie dem Weinbau beteiligt. In den vergangenen Tagen bewiesen sich die 120 jungen Frauen und Männern, die sich für das Finale qualifiziert hatten, in Berufstheorie und -praxis. Nur das Allgemeinwissen wurde fachübergreifend getestet. Punkten konnte dabei, wer das Jahr der Amerikanischen Unabhängigkeitserklärung kannte oder wusste, was im Jahr 9 n. Chr. war.

Die 22 Auszubildenden in der Sparte Landwirtschaft I hatten im Wettbewerb beispielsweise einen Geschicklichkeitsparcours zu meistern, das heißt einen Mähdrescher während der Fahrt abzutanken und anschließend den beladenen Anhänger an einer Annahmestelle abzukippen. In Theorie und Praxis gewannen (in der Reihenfolge der Nennung): Felix Schacke (Thüringen), Henning Schulte und Jan Brokering (beide Niedersachsen), Axel Roth (Bayern) und Steffen Zöller (Hessen).

In der Leistungsgruppe II - die FachschülerInnen Landwirtschaft - hatten die Zweierteams beispielsweise eine Fütterungsempfehlung für eine Herde von Milchkühen zu erstellen und diese gleich zu mischen. Im Finale starteten 22 Männer und vier Frauen. Auf den 1. Platz kamen Gerhard Klausmann und Christian Fichter (Baden-Württemberg). Auf den 2. Platz kamen Florian Holste und Thorsten Finke aus Nordrhein-Westfalen, gefolgt von Mareike Pape und Sven Kück (Niedersachsen), teilte der BDL weiter mit. (az)
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