Mehr als die Hälfte aller Studierenden ist mit der Qualität der Hochschulen insgesamt zufrieden. Viele wünschen sich mehr Hilfen zum wissenschaftlichen Arbeiten. 57 Prozent aller Studierenden gaben im Sommersemester 2010 an, mit den Studienbedingungen einverstanden zu sein. Gegenüber der Vorjahresbefragung legte die „Zufriedenheitsquote“ um vier Prozentpunkte zu.

Zu diesem Ergebnis kommt der „Studienqualitätsmonitor 2010“ des Hochschulinformationsservice (HIS). An der Online-Umfrage beteiligten sich rund 42.000 Studierende von mehr als 100 Hochschulen.
Insbesondere die Fachhochschulen schneiden gut ab. Die Studienbedingungen werden – vor allem in den neuen Ländern – meist besser bewertet als an Universitäten. Insgesamt ist vor allem die Betreuungsleistung durch die Lehrenden in der Gunst gestiegen. Unter den Studierenden der Agrar-, Forst- und Ernährungswissenschaften sind drei Viertel mit dem derzeitigen Betreuungsverhältnis einverstanden.

Stark verbesserungsbedürftig aus Sicht der Studierenden sind die Angebote zum Erlernen wissenschaftlicher Arbeitstechniken. Außerdem wünschen sich viele mehr Brückenkurse, um schulische Wissenslücken besser aufarbeiten zu können. Darüber hinaus klagen Studierende großer Hochschulen häufig über zu volle Hörsäle. An Hochschulen mit mehr als 35.000 Studierenden geben 57 Prozent an, häufig oder sogar sehr häufig durch die Überfüllung von Lehrveranstaltungen beeinträchtigt worden zu sein. An Hochschulen mit weniger als 2.000 Studierenden beträgt dieser Anteil lediglich 18 Prozent. (az)
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