Die Uni Hohenheim hat eine umgebaute Brennerei. Bekannt für Edelbrände zum menschlichen Genuss, wird die Institution jetzt die Forschung an neuen Biokraftstoffen vorantreiben. Die Hohenheimer Gärungstechnologie ist nach dem Umbau auf dem neuesten Standard, freut sich die Universität. Nach ihren Angaben hat das neu installierte Brennerei-Technikum einen Fermentationsraum, der für Arbeiten mit gentechnisch veränderten Organismen (GVO) der Sicherheitsstufe 1 ausgelegt ist. In ihm lassen sich gentechnisch veränderte (GV-)Hefen für die Herstellung von Bioethanol aus neuen Rohstoffen erproben.

Landesweit bekannt und prämiert sind die Hohenheimer Spirituosen. Aber das Forschen an diesen Genussmitteln macht nur einen kleinen Teil der Forschungsaktivitäten aus, betont die Universität. Hauptforschungsgebiet der Hohenheimer Gärungstechnologen ist das industrielle Erzeugen neuer Biokraftstoffe der 2. Generation. Prof. Ralf Kölling, Leiter der Versuchsbrennerei, will das große Potenzial in der Verwendung cellulosehaltiger Abfall- und Reststoffe realisieren. (az)
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