Die Dauer ihres Bachelor-Studiums können Studierende der Universität Hohenheim bald selbst bestimmen. Ab dem kommenden Wintersemester soll es möglich sein, alle Bachelor-Studiengänge in wahlweise sechs, sieben oder acht Semestern zu absolvieren. Der Umfang der Leistungsnachweise wird der gleiche bleiben. Die Studenten sind ausdrücklich dazu aufgerufen, sich ein oder zwei Semester mehr Zeit für Praktika, Auslandsaufenthalte oder weiter qualifizierende Seminare abseits des Lehrplans zu nehmen.

Ein wichtiges Ziel ist es, die Studierenden zusätzlich zur fachlichen Bildung in ihrer persönlichen Entwicklung zu unterstützen. Dazu wird unter anderem das bereits bestehende F.I.T.-Programm (Fähigkeiten, Interessen, Talente) weiter ausgebaut. Teil des Konzeptes ist auch die Einrichtung von Studiencoaches, die Studienanfängern zu einem guten Start verhelfen sollen.

Das baden-württembergische Wissenschaftsministerium zeichnete das neu entwickelte Konzept, das in enger Zusammenarbeit mit Studenten entstanden ist, kürzlich als „Studienmodell mit Vorbildcharakter" aus. Über drei Jahre lang wird das Land die Umsetzung mit 500.000 € fördern. Weitere 300.000 € wird die Universität Hohenheim aus eingenommenen Studiengebühren beisteuern. (az)
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